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 Gottesdienste im Kirchspiel

 

 

 

 

Datum

Name

Oberhone

Niederhone

 

 

     

 Da an den nächsten Sonntagen keine Gottesdienste stattfinden,werden hier jetzt Predigten von Pfarrerin Imme Mai, Pröbstin Wienold-Hocke für den jeweiligen Sonntag angezeigt.

 

Zum 29.03.2020               

    

                            

-Sonntag Judika-

Liebe Gemeinde!

Herzlich willkommen zu diesem Gottesdienst aus dem Haus der Kirche. So wollen wir für Sie da sein in diesen Tagen, wo Sie auch sind. Rufen Sie uns an, auch ihren Pfarrer oder ihre Pfarrerin., oder schreiben Sie uns eine Nachricht. Wir können im nötigen Abstand verbunden sein. Wir sind da mit guten Worten, auf alten und neuen Wegen. Wir sind im Dienst.

Wir halten Gottesdienst. Wir feiern, dass Gott uns dient, im Beten und im Hören.

Gott ist die Quelle, die uns belebt, Jesus Christus die Wahrheit, die uns befreit, der heilige Geist die Kraft, die uns verbindet.

Lasst uns beten:

Wir kommen zu dir, Gott,

mit all dem, was wir auf dem Herzen haben,

mit unserer Sorge und Angst,

mit Sehnsucht und Hoffnung.

Du bist da.

Und wir können aufatmen.

Du sagst uns dein Wort.

Du stärkst und segnest uns.

Dafür danken wir dir, Gott.

Amen.

Sind Sie im Dienst? Arbeiten Sie in diesen Tagen und können jetzt gerade mal Luft holen?

Im Lebensmittelhandel und in der Pflege, in Politik, Polizei und Fürsorge gibt es mehr als genug zu tun.

Sie müssen und sie wollen für Andere da sein: systemrelevante Berufe ist ein Wort, das ich neu gelernt habe- und fröhlich wahrgenommen, dass endlich mal der Applaus stimmt. Sie haben in diesen Diensten immer Dank und Respekt verdient, jetzt aber ganz besonders, weil Sie ihr Leben für Andere einsetzen. Danke.

Manche Dienste sind plötzlich nicht mehr gefragt, mancher Laden bleibt abgeschlossen. Selbständige haben trotz aller Zusagen schlaflose Nächte und hoffentlich treue Kunden, die sagen: wir kommen wieder, bleib für uns da!

Schwer ist es auch für die Angehörigen von Kranken und Alten, die sie jetzt nicht besuchen dürfen. Sie wären ihnen so gern auch körperlich nah!

 

Zu viel Nähe gibt es auf der anderen Seite auch, wo Kinder zu betreuen sind, die sonst zur Kita und Schule gehen. Stress mit den Hausaufgaben, Streit in kleinen Wohnungen. Da leisten Eltern und Geschwister Großes.

Besonders getroffen sind in diesen Tagen Viele, die immer wenig haben, wenig Lebensmittel und zu wenig Kontakt.

Alleinsein ist nicht leicht. Die jetzt einsam sind, tun ihren Dienst für die Gemeinschaft, auch das verdient Dank - und alle, die mal anrufen und nachfragen, ob Hilfe gebraucht wird, sind ein Lichtblick.

Wir erleben eine große Zeit der Dienste, auch der Messenger- und Streaming-Dienste.

Wir bleiben in Verbindung. So Viele sind füreinander da.

Das fällt nicht leicht. Es gelingt nicht immer und nicht allen. Aber unsere Gemeinschaft wird stärker.

Mir macht es Hoffnung, dass das Dienen Konjunktur hat.

Im Matthäusevangelium lesen wir dazu:

Aber Jesus rief seine Jünger zu sich und sprach: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun.26 So soll es nicht sein unter euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener;27 und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht,28 so wie der Menschensohn nicht gekommen ist, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele.

 

Es ist wohl gar nicht leicht zu begreifen, das mit dem Dienen. Jesus sagt es seinen Jüngerinnen und Jüngern jetzt zum dritten Mal. Bei uns gilt nicht, wie viel Macht und Waffen einer hat. Groß ist jeder, der sich kümmert, ob er für eine Menschenseele betet oder ein ganzes Volk regiert. Ihr seid systemrelevant.

Jesus hat eine frohe Botschaft. Jedes einzelne Menschenleben ist Gott lieb und wichtig. Die Blinden sollen sehen und die Lahmen gehen. Die Armen haben etwas zu sagen. Gerechtigkeit soll sich ausbreiten. Mit dieser Ansage von Gottes Liebe hat Jesus viel riskiert, denn sie ist bedrohlich für alle, die mit Gewalt regieren.

Er selbst ist weit gegangen in seinem Dienst. Er hat Kranke geheilt und Brot geteilt, Füße gewaschen und böse Geister ausgetrieben. Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst, hat er denen gesagt, die nach dem guten Leben fragten. Und sie haben es gefeiert, das gute Leben.

Jesus hat ausgehalten, dass seine Freunde schliefen, als er Todesangst hatte. Er war bitter einsam, als er am Kreuz starb, verspottet und verraten.

 

 Christus hat sein Leben gegeben für Viele. Das ist der größte Dienst, den man sich vorstellen kann, dass einer aus Liebe sein Leben lässt. Damit es keine gibt, die glauben muss, sie sei verloren. Gottes treue Liebe befreit und macht lebendig, über den Tod hinaus.

Wir dienen Gott, wenn wir uns gegenseitig helfen, jede auf ihre Weise, in dieser Leidenszeit. Wo wir schwer zu tragen haben, ist Jesus mit aller Kraft an unserer Seite und uns voraus.

Ich hoffe und glaube, dass Gott aus dieser besonderen Passion Gutes wachsen lässt. Die guten Erfahrungen, wie wir uns gegenseitig beistehen können, können aufgehen wie Samenkörner, und die Liebe wächst wie Weizen. In diesem Jahr werden wir wohl nicht unbeschwert feiern, und doch kann es ein frohes Ostern für werden!

Gottes Friede, der höher ist als unsere Vernunft, bewahre uns Herzen und Sinne in Christus Jesus.                          Amen.

 

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